Dienstag, 3. Mai 2016

"Mademoiselle Marie hat von der Liebe genug" von Gilles Legardinier | Rezension

Als ich erfahren habe, dass Gilles Legardinier ein neues Buch auf dem Markt hat, wusste ich sofort: Das will ich lesen - am liebsten sofort! Warum das Buch dann nicht das war, was ich mir erhofft hatte und wie ich mit der Geschichte rund um Mademoiselle Marie zurechtgekommen bin, erfahrt ihr in meiner Rezension.

Verlag: Goldmann Verlag ISBN: 978-3-442-48368-6 Seiten: 448 Seiten Erscheinungsdatum: 18.01.2016Originaltitel: Ça peut pas rater ÜbersetzerIn: Karin Ehrhardt


Inhalt | "Nachdem Marie Lavigne von ihrem langjährigen Freund verlassen und aus der gemeinsamen Wohnung geworfen wurde, ist sie am Boden zerstört. Als ihr Scheusal von Chef sie am nächsten Tag auch noch demütigt, werden Marie zwei Dinge klar: Nicht nur ist die Liebe Quelle allen weiblichen Unglücks, sondern es wird auch höchste Zeit, der Männerwelt an sich abzuschwören. Doch das Leben ist voll Zauber, und Maries wunderbare Freunde lassen sie nicht lange an Bitterkeit festhalten. Und als sie geheimnisvolle Briefe von einem charmanten Verehrer bekommt, gerät ihr Entschluss, der Liebe zu entsagen, bedenklich ins Wanken ..." (Klappentext: @Goldmann Verlag)

Einstieg | Wir Leser werden direkt zu Beginn in Maries chaotisches Leben hineinkatapultiert und bekommen einen Vorgeschmack darauf, in welche Richtung sich ihr Leben entwickeln wird. Leider geht es sehr klischeebeladen los: Marie wird von ihrem Freund für eine andere verlassen und in ihrem Job läuft auch nichts mehr rund.

Charaktere | Leider ging es im Verlauf des Romans sehr klischeehaft weiter. Die Rollen, die von Männern und Frauen gezeichnet werden, sind mir des Öfteren sauer aufgestoßen. Vor allem die Art und Weise, wie Maries Ex mit ihr umgeht bzw. mit ihr spricht, sind vor allen Dingen machohaft. Schlimmer als jeden noch so dummen Machospruch, finde ich nur noch die Tatsache, dass sich Marie nicht dagegen wert. Ich persönlich finde Marie allerdings auch nicht besonders sympathisch. Ihr Verhalten ist oft unüberlegt und sie handelt sehr oft aus dem Affekt heraus, ohne groß über Konsequenzen nachzudenken. Meiner Meinung sind die Charaktere sehr eindimensional. Ich hatte nie wirklich das Gefühl zu wissen, was wirklich in Marie vorgeht, obwohl sie die Protagonistin ist.

Verlauf | Ich glaube, man merkt schon, dass ich nicht besonders angetan von Maries Geschichte war und ich mir mehr persönliche Entwicklung ihrerseits gewünscht hätte. Ich musste mich teilweise durch die Handlung durchkämpfen, was vor allem daran lag, dass ich nicht mit den Charakteren warm geworden bin.

Fazit | Leider konnte mich "Mademoiselle Marie hat von der Liebe genug" nicht überzeugen. Die anderen Bücher von Gilles Legardinier haben mir sehr gut gefallen, deswegen waren wohl auch meine Erwartungen dementsprechend hoch.

1 Kommentar:

  1. Hallo!
    ich habe das Buch eben erst zugeklapptund bin froh, dass ich jemanden gefunden habe, dem dieser Roman genauso wenig gefallen hat, wie mir! ich habe mich richtig durchgequält und dass, obwohl mir damals "Julie weiß, wo die Liebe wohnt" seh gut gefallen hat!
    Entweder war es der falsche Zeitpunkt oder es ist einfach nur langatmig....
    Liebe Grüße
    Martina

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