Mittwoch, 17. Februar 2016

"Immer wieder du und ich" von Juliet Ashton | Rezension

Nachdem ich letztes Jahr "Ein letzter Brief von dir" von Juliet Ashton verschlungen habe wusste ich: Ihren neuen Roman muss ich auch unbedingt lesen. "Immer wieder du und ich" ist ein Roman über die großen Gefühle und das Schicksal - das manchmal nicht so mitspielt, wie man es sich wünscht.

Verlag: Rowohlt Seitenanzahl: 396 Seiten ISBN: 978-3-499-27122-9 Erscheinungsdatum: 22.01.16




Inhalt | "Ein Roman über die Liebe. Über die kleinen und großen Abenteuer des Lebens. Und über zwei, die sich lieben, aber immer wieder verpassen.
Kate liebt Charlie. Charlie liebt Kate. Das war schon immer so. Sie sind füreinander geschaffen. Aber es ist kompliziert: Denn stets ist Charlie gerade vergeben, wenn Kate bereit ist. Und umgekehrt. Immer wieder kreuzen sich ihre Wege, auf Partys, Hochzeiten und Beerdigungen. Vergessen können Kate und Charlie einander nicht. Aber ist es nicht irgendwann zu spät für die große Liebe? Oder bietet ihnen das Leben noch eine zweite Chance?"

Einstieg | Der Einstieg ist ein wahrer Pageturner. Wir lernen im Prolog die 40-jährige Kate kennen, die schon auf den ersten Seiten einen sehr sympathischen Eindruck macht. Nach dem Prolog machen wir einen Zeitprung in die Vergangenheit, in der wir mit Kate ihren fünften Geburtstag feiern. Wir lernen schon in diesem ersten Kapitel die wichtigsten Charaktere kennen, die uns im Verlauf des Romans begleiten werden. Es ist wirklich zuckersüß in der Perspektive der fünftjährigen Kate zu stecken und zu erfahren, wie sie ihre kleinen Probleme angeht. Auch der etwas schmuddelige und schüchterne Charlie macht in den ersten Kapiteln einen tollen ersten Eindruck.

Charaktere | Mit den Charakteren hatte ich das eine oder andere Mal so meine Probleme. Kate ist sehr sympathisch und authentisch, allerdings kann man das von den meisten Nebencharakteren nicht behaupten. Kates Mutter, ihre Tante und ihre Cousine Becca sind ein paar wahnsinnig unsymphatische Charaktere. Ich nehme an, dass das zum Teil von der Autorin beabsichtigt ist, aber sie sind einfach sehr oft too much. Über die meisten ihrer Handlungen und Kommentare konnte ich nur den Kopf schütteln oder die Augen verdrehen. Charlie war für mich in seiner Entwicklung auch nicht der Gegenpart, den ich mir für Kate gewünscht hätte. Er ist leider sehr eindimensional und wird im Verlauf der Geschichte sehr schwer zugänglich. Da wir die Geschichte nur aus Kates Perspektive zu lesen bekommen, blieb Charlie für mich oft ein großes Fragezeichen und ich konnte viele seiner Entscheidungen nicht so recht nachvollziehen.

Verlauf | Mit jedem Kapitel sind wieder ein paar Jahre ins Land gezogen und im Leben von Kate und Charlie verändert sich so einiges. Der Handlungsverlauf hat mich oft positiv überrascht. Durch die lange Zeitspanne, die der Roman erzählt (ca. 35 Jahre) und die besondere Kapiteleinteilung, bei der hauptsächlich große Ereignisse im Vordergrund stehen, sind sehr viele Dinge in den jeweiligen Leben der Protagonisten passiert, die ich nicht habe kommen sehen. Ich lasse mich ja sehr gerne von Büchern überraschen und das hat Juliet Ashton auf jeden Fall geschafft! Allerdings hatte ich durch die vielen Zeitsprünge oft das Gefühl etwas verpasst zu haben. Viele Dinge werden einfach nacherzählt, anstatt das man sie mit den Charakteren zusammen erlebt, was ich sehr schade fand. Außerdem sind im Laufe der Geschichte neue Charaktere hinzugekommen, die ich für sehr übertrieben und auch überflüssig empfunden habe. Das Ende des Romans war zwar weniger überraschend für mich, aber trotzdem genau der richtige Abschluss für diese Liebesgeschichte. 

Fazit | Zu Beginn war ich sehr begeistert von der Art der Kapiteleinteilung und den Charakteren, deren Lebensverlauf wir begleiten werden. Allerdings hat die anfängliche Begeisterung ab der Mitte des Romans nachgelassen. Die Nebencharaktere haben mich nur noch genervt und ich hätte mir mehr Durchsetzungsvermögen von Kate gewünscht. Ich bin ja kein Fan davon, wenn Frauen nicht zu sich stehen und sich ständig von anderen unterbuttern lassen - und leider hat Kate dies oft mit sich machen lassen. Positiv in Erinnerung behalten werde ich allerdings die vielen überraschenden Momente und den locker leichten Schreibstil der Autorin, die mich durch die Seiten haben fliegen lassen.  

3/5 Sterne

An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei Lotta und beim Rowohlt Verlag für diese tolle Leserunde bedanken! Es hat großen Spaß gemacht gemeinsam zu lesen, zu diskutieren und sich über dieses Buch auszutauschen. ♡

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1 Kommentar:

  1. Hey Stephie :)

    da haben wir das Buch ja wirklich ähnlich empfunden. ;)

    Liebe Grüße,
    Tati

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