Montag, 29. Februar 2016

"Everything, Everything" von Nicola Yoon | Rezension

"Everything, Everything" ist der fantastische Debütroman von Nicola Yoon. Die Autorin hat es geschafft sich mit ihrem Jugendroman und den ganz besonderen Charakteren in mein Herz zu schreiben. Eine Achtzehnjährige, die aufgrund einer Krankheit nie einen Schritt vor die Haustür setzen darf, die niemals die Welt bereisen wird und noch nicht einmal weiß, wie es an der nächsten Straßenecke aussieht. Gefangen im eigenen Körper, in den eigenen vier Wänden, die nur ihre Mutter und ihre Krankenschwester Carla betreten dürfen. Wie geht man damit um? Welche Gedanken gehen durch dieses junge Mädchen? Und was passiert, wenn man plötzlich mehr vom Leben will?

Verlag: Random House Children's Seitenanzahl: 304 Seiten


Inhalt | "Madeline Whittier is allergic to the outside world. So allergic, in fact, that she has never left the house in all of her seventeen years. But when Olly moves in next door, and wants to talk to Maddie, tiny holes start to appear in the protective bubble her mother has built around her. Olly writes his IM address on a piece of paper, shows it at her window, and suddenly, a door opens. But does Maddie dare to step outside her comfort zone? Everything, Everything is about the thrill and heartbreak that happens when we break out of our shell to do crazy, sometimes death-defying things for love." (Klappentext)

Einstieg | Wir lernen schon ganz zu Beginn die sehr traurige Situation von Maddy kennen. Nicola Yoon hat es sofort geschafft, dass ich mich in Maddys furchtbare Lage versetzen kann. Sie ist ein sehr sympathisches Mädchen, das verantwortungsvoll ihre Aufgaben erledigt, sich in Büchern verlieren kann und versucht ihr Leben so gut wie möglich zu meistern. Mich konnte ihre besondere Geschichte sehr berühren. Der Gedanke für sein ganzes Leben, aufgrund einer Krankheit, im Haus eingesperrt zu sein, hat mich sehr mitgenommen. Ich könnte mir nicht vorstellen, wie es ist, nie ungefilterte Luft einzuatmen, nie das Meer zu sehen und nie die Möglichkeit zu bekommen, ein normales Leben zu führen.

Charaktere | Die Geschichte wird aus Maddys Sicht dargestellt und ich konnte mich dadurch gut in ihre Gefühlswelt einfinden. Ihre Krankenschwester Carla konnte mich auch sehr begeistern. Sie war für mich der Gute Geist des Hauses, hatte immer einen guten Rat parat und ist insgesamt einfach ein sehr angenehmer Charakter. Wie es so häufig in Jugendromanen ist, kommt noch ein Junge ins Bild. Olly zieht mit seiner Familie ins Haus direkt neben Maddy und bringt ihren kompletten Alltag aus dem Rhythmus. Sie verbringt ihre Tage damit seinen Tagesablauf zu studieren und die Nächte damit, mit ihm E-Mails und Nachrichten auszutauschen. Mir hat Olly als Charakter sehr gut gefallen, weil er nicht nur "der Junge" ist, sondern auch eigene Probleme hat, mit denen er sich auseinandersetzen muss. Mir hat es sehr gut gefallen, dass Olly auch seine Ecken und Kanten hatte und nicht nur eine leere Hülle bzw. Maddys Gegenpart war.

Verlauf | Der Verlauf vom Buch hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte zwar ab einem gewissen Punkt ahnen, wie es weitergeht, aber das hat meiner Lesefreude keinen Abbruch getan. Dieser Roman verbreitet so viel Hoffnung und konnte mich sehr gut unterhalten!

Fazit | "Everything, Everything" ist nicht nur von außen ein wahrer Hingucker! Auch das Innenleben kann sich wirklich sehen lassen. Dieser außergewöhnliche Jugendroman konnte mich wirklich sehr begeistern, rühren und mitreißen. Eine absolute Leseempfehlung meinerseits!

5/5 Punkte


Wie würdet ihr damit umgehen, wenn ihr von heute auf morgen aufgrund einer Krankheit nicht mehr das Haus verlassen dürftet? Was würdet ihr am meisten vermissen?

Kommentare:

  1. Ohh, das klingt wirklich gut, aber auch beklemmend. Wie ging es dir nach dem Lesen des Buchs? Die Vorstellung, das Haus nicht mehr verlassen zu können, ist natürlich eine ganz schreckliche. Wie lebenswert ist das Leben, wenn man nicht mehr am öffentlichen Leben teilhaben darf? Vielleicht sollte ich der Frage auf den Grund gehen, und "Everything, everything" einfach auch lesen. :)

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    1. Es ist wirklich ein beklemmendes Gefühl, weil man beim Lesen automatisch darüber nachdenkt, was es für einen selbst bedeuten würde. Und diese Vorstellung ist alles andere als schön! Dennoch habe ich es sehr genossen dieses Buch zu lesen, und darüber nachzudenken.

      Ganz liebe Grüße,
      Stephie

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