Donnerstag, 30. Juli 2015

"Der Sommer mit Kate" von Kylie Kaden | Rezension

Taschenbuch, 480 Seiten
ISBN-13 9783548286631
€ 9,99 [D] € 10,30 [A], sFr 11,50  
Originaltitel: "Losing Kate"
Aus dem Englischen übersetzt von Uta Hege
Verlag: Ullstein Buchverlage

Fray und Kate waren die besten Freunde – bis zu der Nacht, in der Kate spurlos verschwand. Die junge, schöne und wilde Kate war schon immer für jeden Spaß zu haben, aber sich mitten in der Nacht von ihrer Freundesgruppe zu lösen, war nicht ihre Art. Auch Kates Freund Jack hat keine Ahnung wo sie sich rumtreibt. Ihn plagen nur die schrecklichsten Schuldgefühle, weil er sich am Abend ihres Verschwindens von ihr trennte.
Die Jahre zogen ins Land, ohne Gewissheit über die Geschehnisse dieser Nacht. Gerade als Fray wieder beschließt nach vorne zu sehen, taucht Jack in ihrer alten Heimat auf. Schlimmer noch: Er zieht in das Haus direkt neben Fray und das auch noch mit seiner kleinen Bilderbuchfamilie. Mit einem Mal wird die Vergangenheit wieder aufgerollt und mit ihr auch die alten Gefühle, die Fray Jack gegenüber hatte.

Mehr zum Buch: 

Fray lebt ein zurückgezogenes Leben in ihrem kleinen renovierungsbedürftigem Häuschen und ihrem Hund Bear. Sie würde ihr Leben wahrscheinlich als gewöhnlich bis langweilig beschreiben. Aufregend wird es aber, als ihr damals bester Freund und heimliche große Liebe Jack auf der Matte steht. Er und seine Frau Sarah haben das Grundstück direkt neben Fray gekauft. Frays Gefühle geraten mit einem Mal vollkommen durcheinander. Nach Kates Verschwinden hat sie Jack nicht mehr gesehen, doch durch sein Auftauchen geraten alte, vergessene Gefühle wieder zum Vorschein. Und auch die Fragen zu der Nacht von Kates Verschwinden werden wieder geweckt. 

Meine Gedanken zum Buch:
Zu Beginn wechseln die Kapitel von der Gegenwart zu Rückblenden in die Zeit mit Kate. Wir bekommen einen Einblick über die Freundschaft der drei und die Lage in der sie sich befanden. Vor allem Kate hat es mir angetan. Sie ist wie das sprühende Leben, zu jeder Schandtat bereit. Einfach ein Mensch mit dem man Pferde stehlen kann. Doch obwohl Kate alles hat, was man sich wünschen kann – sie hat einen tollen Freund, eine beste Freundin und ist beliebt – hat sie doch auch ihre Schattenseiten. Doch trotz ihrer häufigen Launen ist Kate für Fray der Fels in der Brandung. In der Nacht von Kates Verschwinden bricht eine Welt für Fray zusammen. Und die Trauer und Wut über ihren Verlust und ziehen sich durch ihr ganzes späteres Leben. Nie konnte sie so richtig damit abschließen, was damals geschehen ist.
Mir gefiel die Grundidee des Romans wirklich gut. Vor allem die Rückblenden waren sehr gelungen. Doch leider konnten mich die Charaktere in der Gegenwart (Fray, Jack und Sarah) nicht sonderlich begeistern. Die Handlung dümpelt teilweise so vor sich hin und ich konnte nicht so richtig mit den Charakteren warm werden.
Nach zwei Dritteln des Romans hörten die Rückblenden auf und die Handlung bezog sich nur noch auf die Gegenwart. Und da hat es für mich stark nachgelassen. Die Dialoge wirkten sehr gestellt und es haben sich immer die gleichen Themen wiederholt. Fray und Jack wurden mir auch von Seite zu Seite unsympathischer. Fray benimmt sich wie ein launenhafter Teenager und Jack ist auch keinen Deut besser. Mir hat es sehr an Tiefe und Emotionen gefehlt, da es ja doch um ein ernstes Thema geht.
Das einzige an „Der Sommer mit Kate“ das mich wirklich überzeugen konnte waren die Rückblenden in die Vergangenheit. Doch das ist, meiner Meinung nach, für ei Buch mit fast  500 Seiten nicht genug!



 

Kommentare:

  1. Huhu :)

    Auf meinem SuB liegt der Roman auch noch - gelesen habe ich ihn aber leider auch noch nicht... Schade, dass er dir nicht gefallen hat - etwas skeptisch bin ihr ehrlich gesagt auch noch, wo es letztendlich auch nicht so ganz mein Genre ist. Mal sehen, vielleicht finde ich ja dennoch noch Zeit dafür ;)

    Liebe Grüße,
    Marie
    book-camp.net

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    1. Hallo Marie,

      ja ich hab mir auch mehr von dem Buch erhofft. Ich hoffe es wird dir besser gefallen! :)

      Ganz liebe Grüße,
      Stephie

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