Mittwoch, 15. April 2015

"Ein Buchladen zum Verlieben" von Katarina Bivald | Rezension

"Es gibt immer einen Menschen für jedes Buch. Und ein Buch für jeden Menschen."

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 448 Seiten
ISBN: 978-3-442-75456-4
€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 28,50
Verlag: btb

Sarah hat ihr Leben den Büchern gewidmet. In einer schwedischen Buchhandlung macht sie ihr Hobby zum Beruf. Die zurückhaltende Sara hat allerdings außerhalb der Buchhandlung nicht viel Kontakt zu anderen Menschen. Lediglich ihre Brieffreundin Amy Harris, die ebenso begeistert von Büchern ist, steht Sara nah. Durch die große Entfernung der beiden kam es nie zu einem Treffen, bis Amy Sara in die beschauliche Kleinstadt Broken Wheel in Iowa einlädt. Doch kaum ist Sara angekommen, muss sie auch schon erfahren, dass ihre liebe Freundin Amy, in Folge einer längeren Krankheit gestorben ist. Sara ist geschockt, wird aber von den Bewohnern Broken Wheels aufgefangen und umsorgt. Schon bald wachsen ihr die schrulligen Einwohner ans Herz. Auch wenn sie ihre Leidenschaft für Bücher nicht nachvollziehen können. Aber das möchte Sara schon bald ändern. Amy hat bei sich zuhause eine schöne Auswahl an tollen Büchern vorzuweisen. Mit der Hilfe einiger Einwohner der Kleinstadt gelingt es ihr aus einem leerstehenden Laden eine Buchhandlung zu zaubern. Ein gemütlicher Ort, der zum stundenlangen schmöckern einladen soll – aber sehen das die Einwohner genauso?

"...welchen Sinn hatte es denn, ein phantastisches Buch zu lesen, wenn man andere Menschen nicht darauf aufmerksam machen und darüber reden und daraus zitieren kann?"  

Als Buchliebhaber scheint dieser Roman von Katarina Bivald ein richtiges Must-read zu sein! Ein Buch über Bücher was gibt es schöneres? Tatsächlich sind Bücher in diesem Roman ein wichtiges Thema und oft stellt Sara großartige Autoren und Werke, die sie liebt, vor.  Mich konnten vor allem die Briefe, die Sara und Amy sich geschickt haben, und die oft am Ende eines Kapitels austauchen, sehr begeistern. Jedoch fiel es mir am Anfang schwer mich in die Handlung einzufinden. Das lag vor allem an Sara. Zu Beginn erfahren wir nicht sonderlich viel von ihr, was mir es umso schwerer machte, mich in ihre Lage hineinzuversetzen. Ich wusste einfach nicht recht, ob es sich bei Sara um einen verschrobenen Einsiedler handelt, der Bücher den Menschen vorzieht oder ob doch noch mehr in ihr steckt. Nach etwa 100 Seiten kam die „wahre“ Sara immer mehr zum Vorschein, als sie sich in ihrem Buchladen austoben konnte.

Die Einwohner und die Kleinstadt Broken Wheel haben mir allerdings gut gefallen. Ich mochte es sehr, über die vielen verschiedenen Charaktere zu erfahren. Als Leser erfahren wir viel über einzelne Bewohner und ihre Geheimnisse. Im Vergleich zu Sara hatten die Bewohner viel mehr Ecken und Kanten. Dafür, dass Sara die Protagonistin des Romans ist, ist sie mir persönlich viel zu oberflächlich beschrieben. 


Pluspunkte gibt es für die nette Handlung und die wirklich tollen Bewohner von Broken Wheel, allerdings muss ich bei Sara und dem etwas holprigen Einstieg Abzüge machen. Wirklich lange wird mir der Roman wohl nicht im Gedächtnis bleiben, aber ist dennoch eine schöne Geschichte mit vielen Lesetipps! 


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