Donnerstag, 5. Februar 2015

"Silver Linings" von Matthew Quick | Rezension

Hardcover, 352 Seiten
ISBN 978-3-463-40081-5  
€ 16,95 [D]
Taschenbuch, 352 Seiten | € 9,99 [D]
Verlag: rowohlt

Nach vier langen Jahren darf Pat endlich aus der psychatrischen Einrichtung raus, die er nur "der schlimme Ort" nennt. Endlich, kann er wieder die Menschen in die Arme schließen, die ihm etwas bedeuten. Wie seine Eltern und seinen Bruder Jake. Und vor allem Nikki. Seine geliebte Frau Nikki, für die er von nun an ein besserer Ehemann sein will. Das hat er sich an dem schlimmen Ort fest vorgenommen. Doch als er in das Haus seiner Eltern kommt ist alles anders. Seine Mutter weint die ganze Zeit, sein Vater spricht kaum mit ihm und Nikki ist nicht da. Pat versucht sein Leben wieder ein stückweit auf die Reihe zu bekommen, in dem er regelmäßig zu seinem Therapeuten Cliff geht, der zu einem guten Freund für Pat wird. Bei einem Abendessen, bei Pats Kumpel Jason, lernt er dessen Schwägerin Tiffany kennen. Auch sie durchlebt zur Zeit eine harte Phase ihres Lebens, nachdem ihr Mann Tommy verstarb. Was Pat bei diesem Abendessen noch nicht ahnt: Tiffany wird er so schnell nicht mehr los...


Pat hat schwer damit zu kämpfen, dass seine geliebte Frau Nikki eine Auszeit über ihre Ehe verhängt hat und versucht sich durch Fitness und Football von den quälenden Gedanken abzulenken. Sit-ups, Liegestütze und ausgiebige Joggingrunden gehören zu seinem Tagesprogramm. Natürlich will er auch Nikki damit gefallen. Doch als er ein diesem einen Abend Tiffany kennen lernt, hat er keine ruhige Joggingrunde mehr für sich. Ständig läuft sie ihm hinterher. Immer. Egal wann er anfängt zu laufen, Tiffany ist immer da. 


Meine Gedanken zum Buch...

Matthew Quick beschreibt in "Silver Linings" eine tragische Freundschaft von zwei Menschen, die von der richtigen Bahn ihres Lebens abgekommen sind.
Am Roman gefiel mir vor allem der Schreibstil, der komplett aus Pats Sicht geschrieben ist. Am Anfang erschien mir der Schreibstil noch merkwürdig, aber bei längerem Lesen konnte ich mich so besser in Pats Lage und Gedanken hineinversetzen. Beim Lesen hatte ich das Gefühl in seiner Gedankenwelt zu stecken und das ganze Geschehen aus seiner, teils ziemlich naiven, Sicht mitzuerleben. Nach seinem Aufenthalt an "dem schlimmen Ort" wird Pat mit vielen neuen Eindrücken und Menschen konfrontiert. Ich fand es spannend aus seiner Sicht mitzuerleben, wie er damit umgeht und all diese neuen Eindrücke verarbeitet. 
Ein weiteres wichtiges Thema in Pats Leben ist Football. Football spielt in diesem Roman eine tragende Rolle, da es die Verbindung zu Pat, seinem Bruder und seinem Vater herstellt. Mir persönlich wurde dieses Thema das eine oder andere Mal zu oft thematisiert. 

"Silver Linings" ist ein toller Roman, der ein sehr schwieriges Thema behandelt. Mir gefiel es gut, obwohl es ziemlich oft um Football ging, was nicht wirklich mein Fall ist. Der Schreibstil und die Charaktere konnten das ganz aber schnell wieder rausreißen! 



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