Donnerstag, 19. Februar 2015

"Ein Tag im März" von Jessica Thompson | Rezension

Taschenbuch, 431 Seiten 
ISBN: 978-3-404-16925-2 
Taschenbuch: 9,99 € | Ebook: 8,49
Verlag: Bastei Lübbe


Bryonys Leben hat sich von einem Tag auf den anderen schlagartig geändert. Die einst glückliche junge Frau, die für jeden Blödsinn zu haben war, geht nun nicht mehr ohne Sonnenbrille aus dem Haus, damit niemand die plötzlich kommenden Tränen sieht. Ihr Freund Max wurde am 12. März von einem völlig Fremden erschossen. Und für Bryony ist nichts mehr wie vorher. Warum ist das geschehen? Wieso ausgerechnet Max? Und wird sie dem Täter jemals verzeihen können?




Mehr zum Buch...

Adam arbeitet neben dem Studium in einem kleinen Café und er bringt jeden Tag einen Latte Macchiato zu dieser schönen Unbekannten mit der Sonnenbrille. Sie hat etwas ganz besonderes an sich. Vom ersten Moment an, ist er hingerissen von dieser Frau!

Sara fällt aus allen Wolken, als sie am Abend des 12. März etwas über ihren Mann Tom erfährt, dass sie lieber nie erfahren hätte.

Rachel, die junge und talentierte Ballerina, lebt ein gut behütetes Leben. Ihre Eltern unterstützen sie in ihrer blühenden Karriere wo sie nur können. Umso schlimmer trifft es sie, als sie eines Abends ihre Geburtsurkunde findet und nichts mehr wie vorher ist.

Tynice Hendrys Leben ist von dem Tag an, als ihr Sohn den schlimmsten Fehler seines Lebens begangen hat, ein Trümmerhaufen. Ein Fehler, der nicht mehr rückgängig zu machen ist zerstört ihre ganze Familie und sie selbst.  

Keon wollte niemals jemandem etwas Böses zuleide tun. Er wollte nur einen gemeinen Jugendlichen erschrecken. Ihm so richtig Angst einjagen. Er wollte niemals diesen fremden Mann erschießen. Niemals.

Viele Leben, die sich an diesem einen Tag im März vollkommen verändern. Jessica Thompson erzählt die Geschichte eines Tages, der viele Leben verändert hat.



Meine Gedanken zum Buch...

Die Geschichte von Bryonys Schicksalsschlag hat mich wirklich hart getroffen. Die ganze Tat und die damit verbundenen Folgen sind so anschaulich und tragisch beschrieben, dass es mich wirklich mitgerissen hat. am Anfang fiel es mir etwas schwer einen guten Einstieg ins Buch zu finden, da in den ersten Kapiteln immer neue Personen dazukamen und ich nicht genau wusste, worauf das alles hinauslaufen soll. Aber als dann erkenntlich wurde, wohin die Geschichte verläuft gefiel es mir umso mehr! Die Art und Weise, wie die Autorin das Geschehen geschildert hat, hat mich wirklich ergriffen. Authentisch und gefühlvoll berichtet sie von der Trauer, dem Schmerz und der Hoffnungslosigkeit, die einem Menschen in so einer Zeit begleitet.

Auch die Perspektiven von Adam, Tynice und Keon gefielen mir gut. Die Tat wurde aus jeder Perspektive beleuchtet, was es mir einfacher machte, es richtig nachzuvollziehen.

Allerdings, fand ich die Kapitel mit Sara und Rachel unnötig. Viel zu umfangreich wurden deren Leben beleuchtet, die zunächst nichts mit Bryony und Max zu tun haben. Besonders der Teil mit Sarah konnte mich nicht überzeugen. Eine viel zu langweilige und unspektakuläre Geschichte, die irgendwie nicht zum Rest des Romans gepasst hat. Allerdings ist das der einzige Punkt, den ich an diesem Buch bemängeln kann. Jessica Thompson konnte mich ansonsten mit ihrem tragisch schönen Roman überzeugen! Mir gefiel gut, dass sich der Roman nicht einzig und allein mit Bryony beschäftigt hat, sondern auch die Gedanken und Gefühle des Täters in den Fokus gestellt hat.

Eine außergewöhnliche Geschichte eines Tages, der alles verändert hat. Tolle Charaktere und ein stimmiger Handlungsverlauf machen diesen Roman zu einer echten Lesefreude! 


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