Donnerstag, 1. Januar 2015

"Ein letzter Brief von dir" von Juliet Ashton | Rezension

Taschenbuch, 416 Seiten
ISBN 978-3-499-22861-2  
[D] 9,99 €
Verlag: rowohlt

Orla rechnet am Valentinstag ganz fest mit einem Heiratsantrag von ihrem Freund Sim. Die Nachricht, die sie aber stattdessen bekommt stürzt Orla in tiefe Verzweiflung. Sim ist tot. Mitten in London auf der Straße zusammengebrochen und nicht mehr aufgestanden. Orla weiß nicht mehr weiter. Wie soll sie nur ohne Sim weiterleben? Und was soll sie mit der Valentinskarte machen, die sie vor seinem Tod bekommen hat? Orla beschließt in Sims Wohnung nach London zu fahren. Dort wird ihr immer mehr bewusst, wie wenig sie eigentlich von ihrem Freund wusste. Als sie dann die Worte in der Valentinskarte liest reißt es ihr den Boden unter den Füßen weg...


Mehr zum Buch...

In London angekommen, lernt Orla allerhand neue Menschen kennen. Sims Schauspielagend, seine Vermieterin Maude und und und... Waschechte Charakterköpfe, die Orlas Leben gehörig auf den Kopf stellen! Vor allem Maude konnte ich so richtig ins Herz schließen. Die ältere, aber immer noch schwungvolle und lebendige Dame, die eine wundervoll beschriebene Buchhandlung besitzt, hat es mir so richtig angetan. 
Orla versucht in Sims Londoner Wohnung, in der er wegen Schauspielarbeiten lebte, mehr über ihn in Erfarung zu bringen. Sie traut sich nicht die Valentinskarte zu öffnen und begibt sich darum zunächst auf die Suche nach Sims Tagebuch, in das er sehr gewissenhaft Einträge verfasste. 
Im Roman eingestreut, finden wir Sequenzen aus Sims Tagebuch, die uns Lesern seine Sicht und seine Gefühle näher bringen. Wir erfahren vieles aus den Anfängen von Orlas und Sims Beziehung und den darauffolgenden Jahren. 

Meine Gedanken zum Buch...

Die Geschichte rund um Orla und Sim ist mit vielen traurigen Elementen, aber auch positiven und inspirierenden Momenten gefüllt. Zunächst dachte ich, es würde sich um einen Roman handeln, bei dem man von Seite 1-400 nur Tränen vergießen wird - Aber dem ist nicht so! Orla ist umringt von Menschen, die eine positive Wirkung auf sie haben und ihr helfen, sich in irem neuen Leben zurechtzufinden. 
Die Tagebucheinträge von Sim haben mir besonders gut gefallen. Die Geschichte hat dadurch mehr Dimension bekommen, weil wir eben noch eine zweite Sicht bekommen haben. Juliet Ashtons Schreibstil, ließ mich beim Lesen durch so viele Gefühlslagen durchleben: Trauer, Wut, Hoffnung etc. Man könnte fast sagen, dass ich in diesem Roman zusammen mit Orla die fünf Stufen der Trauer durchlebt habe! Auch wenn es zwischendrin ein paar langatmige Passagen gab, in denen nicht viel passierte, tat es dem Roman keinen Abbruch. 
Es ist schwierig dieses Buch zu beschreiben, ohne allzu viel vorweg zu nehmen, darum kann ich nur sagen: Lest es!

Eine ergreifende und berührende Geschichte über Liebe, Trauer und Hoffnung. Ich habe es sehr genossen dieses Buch zu lesen und kann es nur weiterempfehlen!

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