Dienstag, 6. Januar 2015

"Auf den ersten Blick" von Danny Wallace | Rezension

"Und sie lächelte mich an. Dieses unglaubliche Lächeln. Auf einmal wurde mir ganz männlich und selbstbewusst zumute, wie einem Handwerker, der haargenau weiß, welchen Nagel er kaufen muss..." S. 11

Taschenbuch, Broschur, 496 Seiten
ISBN: 978-3-453-41078-7
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 14,90
Verlag: Heyne

Seitdem Jason von seiner Freundin verlassen wurde sieht er alles schwarz. Sein Job, sein Privatleben: Alles scheint nur noch grauer Alltag zu sein. Doch das ändert sich, als er eines Abends einer schönen Frau beim Einsteigen in ein Taxi hilft. Als die Blicke der beiden sich treffen, ist es um Jason geschehen. Die Frau fährt im Taxi davon und Jason bleibt nichts als die Erinnerung an ihr wunderschönes Lächeln...und ihre Einwegkamera, die er immer noch in der Hand hält...






Mehr zum Buch...


Jason lebt zusammen mit seinem besten Freund Dev, einem Zocker durch und durch, in einer kleinen Jungessellenwohnung. Seit einem furchtbaren Amoklauf an der Schule, in der Jason unterrichtet hat, arbeitet er nun für die Zeitung London Now. Er schreibt vor allem Rezensionen und Kritiken, über Dinge, von denen er eigentlich nicht viel versteht. Nachdem Jason die Einwegkamera mit 12 Bildern seiner unbekannten Traumfrau in den Händen hält, bekommt sein Leben wieder ein Ziel. Er lässt die Bilder entwickeln und versucht den Spuren auf den Fotos nachzugehen, um die schöne Unbekannte wiederzufinden.


Meine Gedanken zum Buch...


Der Einstieg in das Buch beginnt mit einer kleinen Rückblende, zu der Zeit, als der Amoklauf eines Schülers Jasons Leben verändert. Zunächst erfährt der Leser noch nicht viel darüber, wir wissen lediglich, dass etwas furchtbar einschneidendes vorgefallen sein muss.

Im Roman wird Jasons aktuelles Leben behandelt, aber wir erfahren auch viel über seine Vergangenheit mit seiner Ex-Freundin Sarah und das Zusammenleben mit seinem Kumpel Dev. Auch seine Arbeit als Journalist wird häufig thematisiert. Manchmal hatte ich beim Lesen, das Gefühl, dass Jason sich noch nicht so Recht entscheiden kann, was er von seinem Leben will. Auf der einen Seite kommt er nicht über die Trennung zu seiner Ex-Freundin Sarah hinweg und auf der anderen Seite will er unbedingt diese unbekannte Frau treffen, deren Kamera er nun besitzt, weil er glaubt sie könnte die Eine sein. Der Handlungsverlauf war ein ziemliches Hin und Her vom Schwelgen in der Vergangenheit und Zukunftsplänen.

Während der Handlung kamen neben Jason und Dev noch Abbey und Matt hinzu, die Jasons Suche nach der Unbekannten unterstützen. Leider konnte ich weder mit Matt, noch mit Abbey so richtig warm werden. Lediglich von Jason konnte ich mir ein gutes Bild machen, die anderen blieben vielmehr Figuren, die Jason auf seiner Suche in die richtige Richtung zu lenken, versuchten.

Positiv fiel mir der Schreibstil des Autors auf. Er bestach mit vielen schönen Zitaten und einer lockeren und humorvollen Art, das Geschehnis zu beschreiben. Cliffhanger am Ende eines Kapitels verleiteten mich das eine oder andere Mal zum weiterlesen.

Der Gesamteindruck von „Auf den ersten Blick“ war zwar positiv, obwohl ich mir mehr Romantik erwartet hatte. Leider kam die unbekannte Frau erst ganz am Ende des Romans vor, obwohl man zwischendurch Kleinigkeiten aus ihrem Leben erfahren darf, wovon ich mir aber etwas mehr gewünscht hätte.


„Auf den ersten Blick“ ist eine schöne Geschichte für zwischendurch, dessen Ende mich leider etwas enttäuscht zurückließ. 


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