Samstag, 6. Dezember 2014

"Die Analphabetin, die rechnen konnte" von Jonas Jonasson | Rezension

Gebundenes Buch, Pappband mit Schutzumschlag, 448 Seiten
ISBN: 978-3-570-58512-2
€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 28,50
Verlag:  carl's books 



Die junge Afrikanerin Nombeko kann zwar nicht lesen, ist dafür aber umso größeres Genie im Rechnen.  Fast hilft sie zufällig bei der Konstruktion nuklearer Waffen mit und führt Gespräche mit den Mächtigen der Welt. Sie ist weder bekannt, noch geschätzt. Ihr Boss kennt nicht einmal ihren Namen. Nombeko setzt sich nach einem turbulenten Geschäft in Schweden ab, wo sie prompt ihre große Liebe kennenlernt – der eigentlich gar nicht existiert -, sich mit scheinbar Verrückten auseinandersetzen muss und beinahe die gesamte Weltpolitik durcheinanderbringt. 



Mehr zum Buch... 

Alles beginnt im Afrikanischen Slum, in dem die junge Nombeko, aufgrund ihrer unglaublichen Mathekenntnisse, zur Chefin der Latrinenleerungstruppe ernannt wird. Als sie eines Tages von einem betrunkenen Ingenieur mit dem Auto angefahren wird, wendet sich das Blatt. Nombeko wird bei dem Unfall für schuldig gesprochen und muss nun die nächsten Jahre als Putzfrau beim Ingenieur arbeiten.
Der Ingenieur ist aber nicht nur am Steuer ein totaler Versager, sondern auch in seinem Beruf. Von Beginn an konnte er sich auf der Karriereleiter hochmoggeln, ohne wirklich etwas im Kopf zu haben. Er erkennt aber schnell was in Nombeko steckt und lässt sie heimlich zu seiner Assistentin werden. Dadurch bekommt sie geheime Projekte mit und erfährt somit auch, dass zufällig eine Atombombe mehr als geplant gebaut wurde. Es kommt wie es kommen muss: Nombeko gerät in den Besitz von besagter Atombombe und setzt sich mit dieser in Schweden ab.  

Meine Gedanken zum Buch... 

„Die Analphabetin, die rechnen konnte“ ist ein rasanter und temporeicher Roman, in dem unglaublich viel Skurriles geschieht. Jedoch bekommen wir nicht nur die verrückte Welt von Nombeko mit. Auch andere Weggefährten, denen sie später begegnet lernen wir kennen – und eins kann ich euch sagen: Deren Geschichte ist mindestens genauso verrückt, wie Nombekos!
Jonas Jonasson konnte mich durch seinen tollen schwarzen Humor und den unverwechselbaren und temporeichen Schreibstil voll überzeugen.
Wenn ich jetzt im Nachhinein drüber nachdenke, bin ich wirklich erstaunt  wie viel Handlung in nur 300 Seiten gepasst hat! Unfassbar.
Es gibt selten Momente, in denen ich mich gelangweilt hab – außer an der ein oder anderen sehr politischen Stelle. Aber ansonsten hat mich dieser Roman sehr gut unterhalten.  

Wenn ihr gerne temporeiche, skurrile Lektüre lest, dann macht ihr mit „Die Analphabetin, die rechnen konnte“ nichts falsch. An manchen Stellen geht es ziemlich politisch zu, aber immer mit einer großen Schippe Humor! 


 





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