Samstag, 29. November 2014

"Wer weiß, was morgen mit uns ist" von Ann Brashares | Rezension

"Wie soll man etwas besser machen, wenn man nichts verändern darf?" - S. 94

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 320 Seiten
ISBN: 978-3-570-15947-7
€ 16,99 [D] | € 17,50 [A] | CHF 24,50
Verlag: cbj  

Die siebzehn jährige Prenna lebt seit fünf Jahren in New York. Aber sie darf niemandem erzählen woher sie wirklich kommt. Eine Pandemie hat Millionen Opfer gefordert und Prenna und ihrer Mutter gelang es mit wenigen anderen auf eine ganz besondere Reise zu gehen: Eine Reise in die Vergangenheit.
Sie kamen ins unsere heutige Gegenwart und leben, von außen betrachtet, wie wir. Aber was niemand sieht ist, dass die Menschen, die aus der Zukunft geflüchtet sind ein striktes und geregeltes Leben führen. Sie werden überwacht, sodass sie bloß nicht auffallen, müssen sich aber trotzdem an die gegenwärtige Welt anpassen. Selbstverständlich ist es den Zeitreisenden untersagt sich mit Menschen aus der Gegenwart auf einer körperlichen oder emotionalen Ebene einzulassen. Trotzdem findet Prenna in Ethan einen richtigen Freund, der Prenna so nimmt wie sie ist. Was sie aber nicht weiß, ist das Ethan in der Nacht der Landung zusah und eine Ahnung hat, was es mit den Neuankömmlingen auf sich hat...







Meine Gedanken zum Buch...



Für Zeitreisegeschichten bin ich immer zu begeistern. Die Idee, Menschen aus der Zukunft in unsere jetzige Gegenwart zu bringen, fand ich zunächst sehr spannend. 
Wir erleben das Geschehen aus Prennas Sicht und sind mit ihren Gefühlen und Gedanken konfrontiert. Leider muss ich sagen, dass ich diese Gedanken, teilweise sehr naiv fand. Für eine siebzehnjährige Zeitreisende habe ich mir dann doch etwas mehr erwartet. Dafür hat es Ethan aber charakterlich rausgerissen: Er war immer an Prennas Seite und hat ihr das eine oder andere Mal aus brenzligen Situationen herausgeholfen.

Der Grund, aus dem die Menschen aus der Zukunft geflohen sind, war eine Pandemie, die sich ausgebreitet hat und Millionen Menschen ausrottete. 2010 kamen sie in unserer Gegenwart an. Prennas Geschichte beginnt im Jahr 2014 und in diesem Zeitraum haben die Reisenden nichts in Hinsicht auf Verhinderungen, der Pandemie unternommen. Ich fand es ziemlich verwunderlich, weil ich zunächst dachte, dass dies der Grund für diese Reise war. Nämlich die Zukunft zu verändern. 
Die Handlung verlief ziemlich schnell, weil die Autorin viele Handlungsstränge in dem Roman unterbringen wollte. Leider konnte mich aber keines davon vollständig zufriedenstellen, weil es zu schnell abgehandelt wurde. Auch einige Charaktere im Buch wurden etwas vernachlässigt. Sie wurden nur rasche erwähnt, oder traten am Schluss wieder kurz auf. Das fand ich wirklich schade, weil ich mir denken könnte, dass der eine oder andere Charakter, der Geschichte noch mehr Dimension gegeben hätte.


Man darf nicht vergessen, dass „Wer weiß, was morgen mit uns ist“ ein Jugendroman ist und man dementsprechend bewerten sollte. Positiv gefiel mir die Freundschaft von Prenna und Ethan. Außerdem sind ein paar Wendungen im Buch geschehen, mit denen ich nicht gerechnet hätte.



Alles in allem ist „Wer weiß, was morgen mit uns ist“ ein temporeicher Jugendroman, mit einer schönen Botschaft und einer interessanten Zukunftsgeschichte. Der Schreibstil machte es möglich, das Buch in wenigen Tagen zu lesen. Mich persönlich konnte die Umsetzung aber leider nicht ganz überzeugen. 


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