Samstag, 30. August 2014

[Rezension] "Sannah und Ham" von Tom Ellen und Lucy Ivison

"Hannah und Sam. Sam und Hannah." "Sannah!", sagte Grace. Stella schnaubte. "Sannah ist scheiße. Eher Ham - Schinken." -S.260

Softcover, 400 Seiten
ISBN 978-3-551-52066-1 
€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 21,90
Verlag: Chickenhouse

Hannah und Sam...Sannah und Ham. Zwei Menschen, die sich auf einer Party finden und wieder verlieren. Aber sie vergessen einander nie...
Ihr ersten Treffen hätte kaum unromantischer sein können: Hannah ist im Bad ihrer besten Freundin Stella, bei der gerade eine fette Party steigt und da steht plötzlich ein Typ vor ihr. Das alles hätte furchtbar peinlich sein können, aber die beiden verstehen sich sofort super und fangen ein Gespräch an. So vertraut konnten beide noch nie mit einem völlig Fremden sprechen - schon gar nicht auf einer Toilette. Als Hannah dann plötzlich von einer Freundin weggezerrt wird, verlieren sich Sam und Hannah aus den Augen. Aber vergessen haben sie sich nicht.
  
Das Buch wird abwechselnd aus den Sichtweisen von Hannah und Sam beschrieben. Der Teil, in dem es um Hannah geht, ist linksbündig und der Teil von Sam rechtbündig, gestaltet. Das war zwar am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, hat mir im Verlauf der Geschichte allerdings weitergeholfen, wenn mal doch vergessen habe, ob ich gerade an Sams oder Hannahs Leben teilhabe. Beide Charaktere wurden sehr sympathisch dargestellt.
Ein sehr zentrales Thema im Buch ist das Verlieren der Jungfräulichkeit. Sowohl Hannah, als auch Sam setzen sich häufig mit diesem Thema auseinander, wobei es ihnen zum Teil auch gar nicht darum geht, es mit jemandem zu tun, den man liebt, sondern darum es einfach hinter sich zu bringen. Ich fabd es schade, dass unter den Freunden so ein großer Wettbewerb darum herrschte und das dieses Thema eine solch zentrale Rolle übernommen hat.

Hannah und Sam sehen sich nach ihrem ersten Treffen eine ganze Weile nicht mehr, weil sie kaum etwas über den anderen wissen. Wir lernen in dieser Zeit die jeweiligen Umfelder der beiden kennen. Vor allem deren Freunde sind wichtige Bestandteile davon. Wir erleben mit, wie sie sich mit ganz normalen Teenagerproblemen zurechtfinden müssen und ein wahres Gefühlchaos erleben. An manchen Stellen hatte ich jedoch stark das Gefühl, dass sowohl Hannah und Sam stark nach anderen potenziellen Partnern Ausschau halten. Das hat für mich diese anfängliche Illusion dieses Schicksalhaften Treffens der beiden zerstört. Jedoch kommt nun mal nicht jedes Paar sofort zusammen: die Schwierigkeiten, die beide erleben, um herauszufinden was sie wirklich wollen, hat den Roman für mich sehr realistisch gemacht.

Das Cover gefiel mir auf den ersten Blick ziemlich gut, das tut es auch immer noch, wobei mich eine Sache stört: Im Roman wird ausdrücklich erwähnt, dass Hannah blond ist, das Mädchen auf dem Cover ist aber eindeutig rothaarig. Ich weiß nicht, ob ich die einzige bin, die solche Unstimmigkeiten stören, aber ich finde bei so etwas könnte man konsequent sein! Dafür finde ich den Titel sehr schön! Das Spiel mit den Namen spiegelt richtiggehend die Verbundenheit der beiden Protagonisten wieder.

„Sannah und Ham“ ist eine rührende Geschichte, darüber wie Menschen sich finden und wieder aus den Augen verlieren, schließlich aber doch wieder zueinanderfinden, weil sie einfach zusammengehören! Eine turbulente Geschichte, in der, abgesehen von den Gefühlen zwischen Hannah und Sam, Freundschaft eine große Rolle spielt. Ein großes Plus bekommt für mich das Ende vom Buch, weil es einfach der richtige Abschluss dieser Geschichte war.

Für diesen charmanten, witzigen und liebevoll geschriebenen Jugendroman gibt es von mir 4/5 Punkte.  


 

1 Kommentar:

  1. Hey Stephie :)

    Ich bin Mitglied einer vor gar nicht allzu langer Zeit gegründeten Seite ( https://bloggervernetzt.wordpress.com/an-blogger/ ). Wir versuchen dort Links zu den Rezensionen verschiedenster Buchblogs zu sammeln, damit man als Leser einen Überblick über verschiedene Meinungen bekommt. Noch befinden wir uns im Aufbau dieser Seite, da doch einiges an Arbeit darin steckt, aber wir wünschen uns, dass unser Blog irgendwann zu einem “Buchblog-Rezensionen-Netzwerk” wird. Deswegen jetzt meine Frage an dich: Darf ich deine Rezension dort verlinken? (Bzw. darf ich in Zukunft generell Rezensionen von dir dort verlinken?) Wir sind natürlich jedem Blogger dankbar, der uns durch seine Rezensionen unterstützt :)


    LG
    Haveny

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