Donnerstag, 28. August 2014

[Rezension] "Das ist also mein Leben" von Stephen Chbosky


„Charlie, wir nehmen die Liebe an, die wir zu verdienen glauben.“ –S.31

Paperback, Klappenbroschur, 288 Seiten
ISBN: 978-3-453-26751-0
€ 12,99 [D] | € 13,40 [A] | CHF 18,90
Verlag: Heyne

Charlie ist sechzehn und hat nicht viele Freunde – man könnte sagen, er ist der Außenseiter von Nebenan. Er schlägt sich mit ganz normalen Problemen rum: Familie, Freundschaft und die Liebe. Doch Charlie macht seine Probleme nicht mit sich selbst aus, sonders schreibt alles seinem unbekannten „Freund“ in seinen Briefen über Charlies Alltag. Charlie ist ein besonders sensibler Teenager, der sich viele Gedanken macht. Als er Patrick und Sam trifft, werden die beiden zu seinen engsten Freunden. Zusammen erleben sie viele Dinge, die Charlie selbstverständlich seinem Brieffreund berichtet.


Ich bin mir sicher, dass bereits sehr viele diesen Roman gelesen oder den Film „Vielleicht lieber morgen“ gesehen haben. Ich gehöre nun auch endlich zu denjenigen, die diesen so hoch gelobten Roman gelesen haben.

Der komplette Roman besteht nur aus Briefen, die Charlie an seinen namenlosen „Freund“ schickt. Alles beginnt damit, dass Charlies bester Freund sich umbringt. Charlie braucht dringend jemanden mit dem er über seine Probleme reden kann. So kommt dieser „Freund“ ins Spiel.  Wir wissen nicht wer diese Person ist, wir wissen lediglich, dass Charlie ihm all seine Gedanken anvertraut und ihm seine tiefsten Gefühle mittteilt.

"Ich fühle mich unendlich." -S.40

Im Verlauf der Briefe wird Charlie zunehmend erwachsener. Wir erleben wie er alltägliche Probleme bewältigen muss. Besonders schön fand ich, wie sehr Charlie auf die Gefühle anderer eingeht. Jedoch lässt er oftmals die Gefühle von den Menschen in seinem Umfeld zu nah an sich heran, was für einen sensiblen Jungen, wie Charlie nicht immer leicht ist. Auch seine Liebe zu Sam ist nur einseitig, was das Leben für Charlie nur noch schwieriger macht.
Patrick und Sam sind zwei besondere Charaktere, die einen wichtigen Teil der Geschichte ausmachen. Sie bringen das gewisse Etwas in das teilweise eintönige Leben von Charlie und bringen ihn aus seinem Schneckenhaus heraus. Wir erleben mit ihm seine erste Beziehung, erste Erfahrungen mit Drogen und Alkohol und die wahre Bedeutung von Freundschaft. 
 

Der Schreibstil, die Handlung und die Charaktere konnten mich überzeugen, lediglich am Ende habe ich mir mehr erwartet und erhofft. Ich hatte das Gefühl, dass das Ende leise dahingepufft ist. Kein großer Knall, den ich mir insgeheim, nach einer eher ruhigen Handlung, erhofft habe. 

Ich bin froh, diesen schönen Roman gelesen zu haben, es ist allerdings keiner, der mir ewig im Kopf bleiben wird. 4/5 Punkte.  



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