Donnerstag, 7. August 2014

"Der Duft von Erde und Zitronen" von Margherita Oggero

Die eigenen Kinder sind nun mal wie Blätter, die hinfallen, wohin der Wind sie trägt, und nicht immer nahe bei dem Zweig, von dem sie sich gelöst haben.

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 320 Seiten
ISBN: 978-3-421-04553-9
€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 28,50
Verlag: DVA Belleristik 

Kurzbeschreibung
Imma ist erst dreizehn und muss sich verstecken, wie eine Gefangene - ihr altes Leben musste sie zurücklassen, weil das Leben es so wollte.
Trost findet Imma in Büchern. Sie teilt ihr Schicksal mit den Helden ihrer liebsten Romane und ihrem erfundenen Freund, ihrem verstorbenen und Toto.

Handlung und Aufbau
Ich möchte gar nicht mehr zu dem Inhalt des Buches sagen, weil man die Geschichte einfach auf sich zukommen lassen muss. Die Handlung und der Schreibstil erscheinen auf der ersten Blick vielleicht merkwürdig und anders als man es gewöhnt ist. Das liegt vor allem daran, dass es keine Kapitel gibt. Die Geschichte rund um Imma wird dem Leser durch verschiedene Perspektiven erklärt, die immer mehr einen Zusammenhang ergeben.  Eine Perspektive handelt von der Zeit, bevor Imma überhaupt auf der Welt war. Es scheint zuerst sehr verwirrend und unklar wohin die Geschichte führen soll, aber nach ca. 100 Seiten war komplett in der Handlung gefangen und musste unbedingt wissen, wie es weitergeht.
Das Buch handelt allerdings nicht nur von der jungen Imma, sondern auch von Assunta, die sich von ihrer Familie abgrenzen will und von Schicksalsschlägen geprägt wird. Rosaria, eine Frau mit strengem Vater und eigenem Willen. Diese drei Frauen haben einiges gemeinsam: Sie zeichnen sich durch Stärke und Willen zu einem besseren Leben aus.
Der Schreibstil von Margherita Oggero ist etwas ganz besonderes! Dadurch, dass das Buch keine Kapitel hat und lediglich aus Abschnitten besteht, die abwechselnd von einer anderen Protagonistin erzählt wird, wirkt der Roman am Anfang etwas seltsam und unübersichtlich. Aber sobald man verstanden hat, worum es in der geht, und das es sich um verschiedene Protagonisten handelt, wird es eine Geschichte, die einen nicht so schnell loslässt. Die Handlung ist mit viel Hoffnung und Sehnsucht gefüllt. Jede der Protagonisten hat ihr eigenes ganz besonderes Schicksal, und ihre eigenen Vorstellungen ihr Leben zu bestreiten. Der Minuspunkt, den ich leider geben muss ist das Ende. Ich saß mit offenem Mund bei der letzten Seite des Romans und konnte nicht fassen, dass es dieses Ende genommen hat. Es hat ein viel zu offenes Ende genommen. Gerade als es spannend wurde und ich richtig gefesselt war – war es vorbei! Nichtsdestotrotz hat mir der Roman mit seinem italienischen Flair und seinen großartigen Charakteren sehr gefallen.

Fazit
Ich mochte die Geschichte sehr gerne! Sie besitzt viel Tiefgang und einen ganz besonderen Schreibstil, auf den man sich einfach einlassen muss! Jeder der gerne über Schicksalsgeschichten liest und Romane mit italienischem Flair mag wird diese Geschichte ins Herz schließen! 
 

 

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